Gruß- und Dankesworte

zum 25-jährigen Jubiläum

Dennis Berger (SPD)

Sehr geehrte Herren und Damen,
liebes Team der Suppenküche,

ich habe mich sehr über die Einladung zu Ihrem Jubiläum gefreut. Durch die gemeinsamen Erfahrungen in der Arbeit in der Suppenküche fühle ich mich Ihnen sehr verbunden.

Mit der Einladung ist mir eigentlich auch erst richtig bewusst geworden, dass ich mir nie Gedanken darüber gemacht habe, wie lange es die Suppenküchen eigentlich schon gibt. Sie war für mich einfach immer ein fester Bestandteil unsere Städtischen Gemeinschaft. Es freut mich um so mehr, Ihnen zum 25-jährigen Jubiläum im Namen des SPD Unterbezirkes und der SPD Stadtratsfraktion sehr herzlich gratulieren zu können, und übermittle Ihnen die besten Grüße und gleichzeitig auch unseren Dank für Ihr langjähriges Engagement.

Die Suppenküche ist nicht nur die Versorgung von Menschen, die von Armut betroffen sind. Sie nehmen die Menschen in den Blick, die in der Gesellschaft nicht von allen gesehen werden und sind auch gleichzeitig das Ohr, das den Menschen zuhört. Damit schaffen Sie einen Treffpunkt, geben Zugehörigkeit und auch ein Stück Gemeinschaft.

Dabei legen Sie besonderen Wert auf die Würde Ihrer Gäste. Die Qualität des Essens steht dem in keiner Weise irgendwie nach, und Sie legen immer viel Wert darauf, dass alles passt. Auch wenn das manchmal zur Folge hatte, dass ich bei meinen Unterstützungseinsätzen das eine oder andere Mal darauf hingewiesen wurde, dass die Kartoffeln gefälligst ordentlich zu schälen sind.

Und darüber hinaus: Sie sind ein tolles Team, und es hat mir jedes Mal wieder Freude gemacht, mit Ihnen gemeinsam zu kochen.
Meine Erfahrung in der Suppenküche hat mich persönlich auch ein Stück mehr geerdet. Das hat mir gezeigt, dass nicht alles im Leben selbstverständlich ist, dass wir bei dem, was wir tun, alle Menschen in den Blick nehmen müssen und gelebte und echte Solidarität bewiesen. Danke dafür!

Ihr Engagement für die Menschen ist wichtig, Sie gleichen das ein Stück aus, was uns als Gesellschaft nicht gelungen ist.
Das alles leisten Sie ehrenamtlich und dem gebührt die höchste Anerkennung.

Mein besonderer Dank gilt neben den Aktiven in der Suppenküche sowie ihren Unterstützern und Unterstützerinnen vor allem dem Leitungsteam für seine entschlossene und engagierte Arbeit. Dieser Einsatz für andere stärkt das Gemeinwohl und dient uns allen!

Ich wünsche Ihnen ein tolles Jubiläum, ein paar schöne gemeinsame Stunden und weitere so sinnstiftende 25 Jahre. Bleiben Sie so engagiert für die Menschen, ihr Einsatz wird gebraucht.

Viele Grüße
Dennis Berger

Bürgermeister Ivica Lukanic

Liebe Frau Effe,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

es ist mir eine große Freude und auch ein persönliches Anliegen, heute anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Ökumenischen Suppenküche Wolfenbüttel einige Worte des Grußes und des Dankes an Sie richten zu können.

Ganz besonders möchte ich Ihnen, Frau Effe, für Ihren unermüdlichen Einsatz in den vergangenen 25 Jahren danken. Sie haben diese wichtige Einrichtung ins Leben gerufen und viele Menschen zur Unterstützung gewinnen – um nicht zu sagen zum Helfen begeistern – können.

Nun geben Sie Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit an Ihre Nachfolgerin, Frau Anja Kröger, weiter. Auch Ihnen, Frau Kröger, möchte ich schon jetzt dafür danken, dass Sie dieses wichtige Amt angenommen haben.

Meine Damen und Herren, wie wir wissen hat jede Medaille zwei Seiten. So gibt es natürlich auch Stimmen, die die Existenz von Einrichtungen wie Tafeln, Kleiderkammern oder auch Suppenküchen kritisieren. Diese Kritik richtet sich aber nicht an diese sozialen Stellen, sondern wirft eher die Frage auf, warum ein wohlhabendes Land wie Deutschland derartige Einrichtungen überhaupt vorhalten muss.

Diese Frage ist nicht unberechtigt, doch die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Auch die Corona-Pandemie hat zusätzlich viele Menschen an den Rand gedrückt. Arbeitsplatzverluste, Geschäftsschließungen, kurz: Existenzängste trafen und treffen noch immer viele Menschen.

Betroffen sind aber besonders auch Kinder und ältere Menschen. Die Zahl derer, die in sozialen Missverhältnissen leben, wächst. Soziale Gerechtigkeit ist für diese Menschen leider oftmals nur ein Lippenbekenntnis der großen Politik.

Wir jedoch sehen die Menschen, die Unterstützung benötigen, jeden Tag vor Ort in unseren Städten und Gemeinden.
Es ist daher aller Ehren wert, dass es Menschen gibt, die in Einrichtungen wie dieser ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Bedürftigen unserer Gesellschaft ausüben. Ganz wichtig dabei ist, dass hier auch ein Ort der Begegnung, ein Ort zur Pflege sozialer Kontakte, die für uns alle unverzichtbar sind, vorhanden ist.

Sie wiederum, meine Damen und Herren, sind Menschen aus unserer Mitte, die unter Verzicht eigener Interessen für Hilfebedürftige einstehen und ihnen Unterstützung zukommen lassen.

Dies gibt Hoffnung und widerspricht dem Wort von der „Ellenbogengesellschaft“. Dies zeigt, dass Nächstenliebe, Menschlichkeit und Solidarität keine leeren Worthülsen sind, sondern in der Suppenküche Wolfenbüttel in höchstem Maße gelebt werden.

Durch die Bereitschaft für Andere einzustehen, wird hier ehrenamtliche Arbeit verrichtet, die unseren größten Respekt verdient.
Ich kann Ihnen daher versichern, dass nicht nur ich persönlich, sondern selbstverständlich auch die Stadt Wolfenbüttel die Arbeit der Suppenküche weiterhin unterstützen wird.

Ihnen allen wünsche ich die Kraft, Ausdauer und Menschenliebe, die Sie bereits in den vergangenen 25 Jahren bewiesen haben.

Für Sie, liebe Frau Effe, steht nun mit reichlicher Verspätung der Ruhestand an, sofern Sie dieses Wort überhaupt kennen. Bleiben Sie gesund und genießen Sie die Zeit und bleiben Sie dieser großartigen Einrichtung weiter verbunden.

Ich danke Ihnen allen für Ihre Aufmerksamkeit.

Ivica Lukanic (Bürgermeister)

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"Ihr Engagement für die Menschen ist wichtig, Sie gleichen das ein Stück aus, was uns als Gesellschaft nicht gelungen ist."

N

"...ein Ort der Begegnung, ein Ort zur Pflege sozialer Kontakte, die für uns alle unverzichtbar sind."