Berichte

verschiedener Helfer

Bericht Landesbischof Weber

Besuch in der Suppenküche am 02.02.2011

Landesbischof Weber war zu Gast in der Suppenküche.

Schaufenster Wolfenbüttel 06.02.2011:

(…) Hohen Besuch hatte die Ökumenische Suppenküche im Roncalli-Haus am vergangenen Mittwoch: Landesbischof Professor Dr. Friedrich Weber hatte von der sozialen Einrichtung gehört und half auf Einladung des ehrenamtlich tätigen Teams (…) bei der Essensausgabe (Sauerfleisch mit Bratkartoffeln). Weber lobte die außerordentlich wichtige Arbeit der Helferinnen und zeigte sich überrascht, dass für Bedürftige jeden Tag – außer sonntags – das Angebot eines Mittagstisch vorgehalten werden könne. Zudem befand der Landesbischof, dass die Arbeit der Suppenküche ein Zeichen für gute Ökumene sei. „Sie werden hier mit Würde behandelt und sind den Menschen sehr viel Wert!“, machte Weber den Gästen des Mittagstischs deutlich.

Bericht Frank Oesterhelweg

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Organisatoren, Unterstützer, Helferinnen und Helfer, liebe Gäste der Suppenküche Wolfenbüttel!

Zum 15-jährigen Jubiläum der Ökumenischen Suppenküche Wolfenbüttel gratuliere ich Ihnen ganz herzlich.

In den vergangenen Jahren und Monaten habe ich im Rahmen verschiedenster Begegnungen einen kleinen Einblick in Ihre Arbeit und Ihr gemeinsames Wirken gewinnen können. Die Mitwirkung bei der Ausgabe des mit viel Hingabe zubereiteten Essens, die Gespräche mit Helferteam und Gästen, die Beobachtung der höchst engagierten Kindergartenkinder und unsere gemeinsamen Überlegungen für zukünftige Aktionen waren auch für mich persönlich eine Bereicherung.

Mir ist dabei klar geworden, dass die Bedeutung der Suppenküche noch weit über die Versorgung mit einem herzhaften Frühstück oder leckerem Mittagessen hinaus geht: Im Mittelpunkt steht das „Willkommen sein“, stehen Mitmenschlichkeit und Miteinander aufAugenhöhe. Hier geht es nicht nur um die messbare Wärme, das Aufwärmen in geheizten Räumen in der kalten und dunklen Jahreszeit, sondern hier geht es vor allem um menschliche Wärme, Nähe, Zuwendung und Verständnis. Und davon profitieren alle, die dabei sind – egal in welcher Funktion.

Hinter Ihnen liegen bewegte 15 Jahre, die – trotz aller Anstrengungen – sicher niemand missen möchte. Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz und wünsche der Suppenküche und Ihnen persönlich auch für die kommenden Jahre offene Türen und offene Herzen, volle Töpfe und volle Tische, frohe Runden und frohen Mut!

Sie alle können stolz sein auf das Erreichte, mit Dankbarkeit in die Vergangenheit und mit Zuversicht und Freude in die Zukunft blicken.

In herzlicher Verbundenheit

Frank Oesterhelweg, MdL

Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung des Niedersächsischen Landtages
Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion Wolfenbüttel

Bericht Jürgen Selke-Witzel

Fast beschämte mich diese Frage, hatte ich sie mir als Mitglied der Pfarrgemeinde St. Petrus doch in den Jahren zuvor oft genug gestellt und doch immer wieder gute Ausreden gefunden. Nun aber bekam ich die Anfrage als Politiker, als Vorsitzender der Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen im Rat der Stadt Wolfenbüttel. Und so sagte ich der Anfragenden, Frau Effe, schnell und gern zu.

Bereits 1998 hatte ich als neuer Mitarbeiter in der Pfarrgemeinde die Suppenküche kennengelernt. Aus nächster Nähe konnte ich somit erleben, mit welchem Engagement die damalige Leiterin, Frau Vogel, mit vielen anderen Ehrenamtlichen aus den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden der Stadt für bedürftige Menschen da waren, aber auch dass deren Zahl von Jahr zu Jahr zunahm. Von Anfang an gab es neben der Suppe und der Tasse Kaffee immer auch ein Lächeln und ein paar warme Worte mit auf den Weg.

Als ich in der Küche des Roncalli-Hauses von Frau Mürköster die Schürze umgebunden und noch ein, zwei Tipps für die Essensausgabe mit auf den Weg bekam, fühlte ich mich für den Gästeansturm von ca. 40 Personen gut vorbereitet. Es machte mir Spaß und Freude, den „Kellner“ zu spielen, zumal ich einige der Menschen, denen ich nun einen Teller reichte, vom Sehen her kannte. Außerdem wurde ich perfekt von vier Damen in der Küche unterstützt, die ohnehin vorab die eigentliche Arbeit geleistet hatten.

Beeindruckt hat mich die ruhige, fast familiäre Atmosphäre beim Essen, was sicherlich an den liebevoll gedeckten Tischen bzw. an der erstaunlich altersgemischten Tischgemeinschaft, aber auch an dem freundlichen und vertrauten Umgangston zwischen allen Beteiligten lag. Als ich mich dann mit einer Tasse Kaffee in die Runde setzte, wurde mir deutlich, wie wichtig gerade auch dieser Austausch ist. Der biblische Spruch „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“ bekommt in der Situation der Suppenküche einen ganz eigenen Sinn. Zufrieden und dankbar habe ich dann meinen Arbeitseinsatz beendet; nicht zuletzt mit dem Vorsatz, diesen zu wiederholen.

Als Christ bin ich stolz darauf, dass wir im Zentrum der Stadt seit 15 Jahren eine ökumenisch organisierte Suppenküche anbieten. Als Kommunalpolitiker weiß ich um die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung für unsere bedürftigen Mitmenschen in der Stadt Wolfenbüttel.

Deshalb gilt mein Dank allen, die durch Sach- und Geldspenden sowie durch Ihre tägliche Arbeit zum Gelingen der Suppenküche beigetragen haben und zukünftig beitragen werden!

Jürgen Selke-Witzel

Stellv. Bürgermeister
(Bündnis 90/Die Grünen)

Bericht Dörthe Weddige-Degenhard

„Schön, dass es die Suppenküche gibt – schade, dass wir sie brauchen!“

Das Engagement des ökumenischen Teams der Suppenküche ist bewundernswert. Für etwa 40 Menschen werden in den Wintermonaten Tag für Tag schmackhafte Mahlzeiten gekocht.

Alleinstehende Männer, Frauen, aber auch Mütter mit ihren Kindern nutzen die Möglichkeit, gegen einen symbolischen Obulus, in den Räumen des Roncalli-Hauses gemeinsam zu essen. Genauso wichtig wie das Essen ist diese Treffpunktmöglichkeit in geschützter Atmosphäre.

Ich konnte mich bei meinem Hilfseinsatz mit Handlanger-Diensten nützlich machen und war von der Professionalität und Routine des Küchenteams beeindruckt.

Gleichwohl möchte ich kritisch anmerken, dass zu einer wirksamen Armutsbekämpfung mehr gehört. Es muss weiterhin Aufgabe des Staates sein, für eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen zu sorgen. Ich schließe mich der Meinung von Caritas-Präsident Neher an, der betont: „Wir müssen Menschen befähigen, ihren Haushalt und ihren Alltag selber zu organisieren.“ Dazu gehörten Hinweise auf Rechte und Ansprüche, die Verknüpfung mit Beratern und Begegnungsmöglichkeiten.

Ich freue mich über das ehrenamtliche Engagement und den respektvollen Umgang mit den Gästen, aber ich werde mich weiterhin auf der politischen Ebene dafür einsetzen, dass Suppenküchen und Tafeln nicht zur Normalität werden und damit Armut verfestigen.

Dörthe Weddige-Degenhard, MdL (SPD)

Bericht Victor Perli

Sehr geehrte Frau Effe,
sehr geehrte Damen und Herren,

bei meinem Besuch der Suppenküche am 31. März 2010 habe ich die Einrichtung als einen Ort gelebter Solidarität und als Haus der offenen Tür erlebt. Besonders beeindruckt hat mich, dass eine Atmosphäre geschaffen wurde, die auch jene, die durch die unsoziale Politik der letzten Jahre in die Armut bzw. in die Nähe der Armut gedrängt worden sind, nicht als Ausgegrenzte dastehen lässt. Stattdessen werden Gemeinschaft, Zusammenhalt und die Teilhabe aller unabhängig der jeweiligen sozialen Herkunft ausgestrahlt.

Einige Besucherinnen und Besucher erzählten mir, dass sie wegen der angenehmen Atmosphäre und der netten Gespräche regelmäßige Gäste seien. Besonderes Lob hat in den Gesprächen auch das Engagement der ehrenamtliche Helferinnen gefunden. Mich hat beeindruckt mit welcher Herzlichkeit sich die Damen nicht nur um die Zubereitung und Ausgabe der Speisen gekümmert haben, sondern den Gästen auch für Gespräche und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Essen war von ausgezeichneter Qualität und schmeckte hervorragend. Es gab an diesem Tag Schnitzel, Rosenkohl und Salzkartoffeln in Schinkensauce sowie als Nachtisch einen leckeren Kuchen.

Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang jedoch, dass es eine völlig falsche Entwicklung ist, wenn sich Menschen dazu gezwungen sehen aus ihrer sozialen Not heraus zivilgesellschaftliche Unterstützungsangebote wie die Suppenküche wahrzunehmen. Jeder Mensch sollte genug eigene Mittel zur Verfügung haben, um sich selbst versorgen zu können und am gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben teilzuhaben. Dies bedeutet nicht, dass Einrichtungen wie die Suppenküche überflüssig sind. Für sie gibt es davon unabhängig einen Bedarf als Orte der Zusammenkunft, Gemeinschaft und des Austausches auf Augenhöhe.

In diesem Sinne Wünsche ich der Wolfenbütteler Suppenküche alles Gute für die Zukunft und freue mich auf meinen nächsten Besuch.

Mit freundlichen und solidarischen Grüßen,

Victor Perli MdL (DIE LINKE)

Bericht Björn Försterling

„Der Besuch in der Ökumenischen Suppenküche in Wolfenbüttel hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.“

Bereits zu Beginn meines „Frühstücksbesuchs“ wurde ich von den ehrenamtlichen Helferinnen sehr freundlich in Empfang genommen.

Die Helferinnen schilderten mir sehr eindrücklich ihre Arbeit in der Suppenküche und zeigten sich sehr motiviert. In diese Motivation floss aus meiner Sicht auch ein bisschen Stolz auf die noch recht neue Arbeitsumgebung ein. Diese neuen Arbeitsbedingungen bieten sowohl für die Frühstückszeit im Sommer, als auch für die Mittagsverpflegung vielfältige Möglichkeiten ein schmackhaftes und vor allem gesundes Essen zuzubereiten.

Nach dem Aufbau des Frühstücksbuffets kamen auch bereits die ersten Gäste. Die Gäste werden auch zu recht wie Gäste behandelt, schließlich leisten auch sie ihren Beitrag, je nach den eigenen finanziellen Möglichkeiten. Aus meiner Sicht gehört es zum gelebten respektvollen Umgang mit unseren Mitmenschen, dass wir alle gleichvoll als Mensch respektieren, unabhängig von seinen finanziellen Möglichkeiten. Dieser respektvolle Umgang wird in der Suppenküche gelebt.

Die Helferinnen teilten mich zum Kaffee ausschenken ein, eine Aufgabe die ich gerne übernommen habe, denn so hatte ich die Gelegenheit, mit jedem einzelnen Gast ein paar Worte zu wechseln. Es waren zwar nicht immer viele Worte und insgesamt war es eine sehr ruhige Atmosphäre, aber es muss ja auch nicht immer unentwegt gequasselt werden, schon gar nicht beim Essen. Und obwohl es eher ruhiger war, konnte man aus meiner Sicht feststellen, dass der Besuch der Ökumenischen Suppenküche für die Gäste nicht nur das günstige Frühstück beinhaltet, sondern auch die Möglichkeit des sozialen Kontakts.

Gerade finanzielle Schwierigkeiten bürgen die Gefahr einer sozialen Isolation. Daher ist es wichtig, nicht nur Angebote zu schaffen, die finanzielle Entlastung bringen, sondern auch die Möglichkeit Kontakt zu anderen Menschen aufzubauen. Daher ist das Angebot der Suppenküche auch ein Angebot zur Kommunikation und zum Erleben von Gemeinsamkeit. Jeder Mensch muss wissen, dass er nicht allein auf der Welt ist und auch nicht allein gelassen wird. Jeder Mensch braucht Halt und Orientierungspunkte in seinem Leben, und manchmal hilft dafür auch das Angebot eines Frühstücks durch die Ökumenische Suppenküche in Wolfenbüttel.

Für diese Erfahrungen bei meinem „Frühstücksbesuch“ bin ich sehr dankbar und danke auch allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und allen Spendern, die dieses Angebot in Wolfenbüttel aufrecht erhalten!

Björn Försterling, MdL

Bildungs- und Jugendpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Niedersachsen
FDP-Kreisvorsitzender
Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion Wolfenbüttel

N

"Die Suppenküche als ein Ort gelebter Solidarität und als Haus der offenen Tür."

N

"Der Besuch in der Ökumenischen Suppenküche in Wolfenbüttel hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen."

N

"Schön, dass es die Suppenküche gibt – schade, dass wir sie brauchen!"